3 Golfplätze für alle Fälle – Golfplätze Bangkok Phuket Thailand

Golfplätze Bangkok Phuket Thailand
Meine Reise war als Familienurlaub mit evtl. Golf angelegt, auf keinen Fall als Golfurlaub. Mindestens eine Runde für meinen Sohn und vor allem für mich war ein Muss. Warum? Weil ich angefangen habe, Länder zu zählen, in denen ich mindestens eine 18-Loch-Runde gespielt habe. Und Thailand sollte mein 31. „Golfland“ werden und wurde es auch. Am Ende wurden drei Runden daraus, einmal sogar 27 Löcher. Eine vierte, im legendären Blue Canyon Club auf Phuket, war schon gebucht, musste aber aufgrund des bereits erwähnten, eingefangenen Virus bzw. dessen nicht so schönen Folgen wieder gestrichen werden. Unser „Soll“ war dennoch natürlich mehr als erfüllt.

Thailand Phuket Bangkok Reisebericht

Golfplätze Bangkok Phuket Thailand
Kurz zu den Plätzen:

Platz 1:
Nahe Bangkok Flughafen: Thana City Country Club. Greg Norman Design. Layout und Zustand sehr gut. Viel Wasser. Flach. Interessant. Könnte aber überall auf der Welt sein. Teilweise von Hochhäusern umringt. Greenfee für Bangkok-Verhältnisse ok, zumal wir am Sportday zum halben Greenfee gespielt haben. Zu den restlichen Preisen am Ende des Abschnitts mehr.

Platz 2:
Bangsai Country Club, eine gute Autostunde nördlich von Bangkok. Eine (Top-) Empfehlung von Manfred aus einer privaten Pattaya Golfgruppe auf Facebook. Drei Neun-Lochschleifen. Alle drei gespielt, was gut war. Denn nach C und A haben wir uns noch B gegönnt. Von drei interessanten, sehr guten Schleifen, für uns die klar beste. Greenfee für Bangkok-Verhältnisse, und überhaupt, fast schon ein Witz. Platz neben Reisfeldern gelegen, mitten im Urwald. Da fühlt man sich nicht wie in Großstadtnähe, sondern wie im „ursprünglichen“ Thailand. Dafür ist keine Anfahrt zu weit, zumal das Taxi keine 30 € kostet. Man sollte nur rechtzeitig vor der Rückfahrt eines bestellen. Sonst muss man schonmal 90 Minuten warten, bis eines kommt. Vor allem spät am Abend. Aber bei vernünftigen Essens- und Chang-Bierpreisen im netten Clubhaus lässt sich auch diese Zeit bestens überbrücken.

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Platz 3:
Mission Hills Country Club auf Phuket. Jack Nicklaus Design. Der einzige Platz auf Phuket (so war es zumindest zu lesen), der direkt am Meer liegt. Auch wenn die Aussage, dass man fast von jeder Bahn aus das Andaman-Meer sehen kann, deutlich übertrieben ist, ein sehr schöner Platz. Mit meist breiten Fairways. Eher kurz (bei Rückenwind konnte sogar ich zwei Par-Fünf-Löcher mit dem zweiten Schlag angreifen!). Dennoch, vor allem wegen der geschickt platzierten Bunker und Wasserhindernisse, sowie zum Teil postkartengroßen, also winzigen Grüns, alles andere als einfach. Klassischer Resortplatz für Golfer aller Klassen, dem man allerdings sein Alter deutlich anmerkt. Vor allem die üppigen Umkleiden und Sanitäranlagen sind stark renovierungsbedürftig. Greenfee: wie auf Phuket wohl üblich: für das Gebotene viel zu hoch (je nach Deal deutlich über 100 €; und das ist nur das Greenfee!)

Und schon sind wir beim abschließenden Thema in Sachen Golf in Thailand: die „Nebenkosten“. Caddies sind wohl überall Pflicht. Ist irgendwie auch ok. Arbeitsplatzbeschaffung in einem immer noch eher armen Land. Caddygebühren: knapp 400 Baht, ca. 12 € also. Auch ok. Trinkgeld ist Pflicht. Nicht ok. Dann sollte man es anders bezeichnen. Höhe des Trinkgeldes ist mehr oder weniger vorgeschrieben! Mindestens 400 Baht! Auf Phuket 500 Baht! Wo gibt es das, dass das Trinkgeld höher ist bzw. höher sein muss als der Betrag für die eigentliche Leistung? Vor allem wenn man die anderen Preise in Thailand kennt und vergleicht?! Ok, wahrscheinlich denke ich mal wieder viel zu deutsch. Ich entschuldige mich auch schon wieder für diese Bemerkung!

Gilt auch für das letzte Thema, das ich im Flugzeug noch ausführen möchte (da mein Akku-Stand niedrig ist und mir bei Androhung der Todesstrafe von der „freundlichen“ Stewardess die Benutzung einer Powerbank untersagt wurde!):

Carts. Auf vielen Plätzen Pflicht, auf den meisten wohl auch sinnvoll. Nicht unbedingt auf Blue Canyon Lakes Course, dort besteht die Cartpflicht nämlich nur für Ausländer! Klingt ein bisschen nach Touri-Abzocke, finde ich.

Zumal man Carts in Thailand anscheinend nicht selbst fahren darf. Nein, sie müssen vom Caddie gefahren werden. Heißt in anderen Worten: jeder Spieler muss ein eigenes Cart bezahlen. Caddy, Caddytipp und Cart. Pi mal Daumen 1500 Baht, also ca. 45 € aufs ohnehin nicht günstige Greenfee obendrauf! Es geht mir hier nicht allein um die Kohle. Golfen kostet nun mal Geld. Aber die Art und Weise der Abzocke leuchtet mir bisher nicht wirklich ein. Wahrscheinlich wiedermal einfach nur zu Deutsch gedacht. Ich gebe es ja zu 😊

Als Golfdestination kann ich Thailand aus meiner – zugegebener Maßen kleinen – Thailand-Erfahrung heraus jedenfalls nicht bezeichnen. Da habe ich in meinem Golferleben etwa 30 bessere kennengelernt.

Golfplätze Bangkok Phuket Thailand
Anm.der Redaktion
Dieser Golfbericht ist ein Auszug aus der Reise von Herbert Steffe mit seiner Familie Weihnachten/Neujahr 2019/2020 nach Thailand. Bangkok und Puhket. Diese spannend geschriebene Familienreise  nach Thailand finden Sie hier:

https://reise-stories.de/thailand-phuket-bangkok-reisebericht/

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1 Kommentar

  • Lieber Herbert Steffe,
    das mit dem Trinkgeld für die Caddies ist – zugegeben für deutsche Golfer – immer etwas befremdlich. Die Caddyfee verbleibt (meist) im Golfclub – die Caddies bekommen nur das Trinkgeld, das ihnen vom Golfer direkt übergeben wird. Dafür leben die Damen ( in Thailand sind die Caddies fast immer weiblich) in einer großen Hütte die ganze Woche. Sie essen hier, trinken (wenn sie den Golfer nicht auf Getränke an den Halfwaystationen (die oft alle vier Löcher stehen, eingeladen werden). Sie haben ihre Babies und Kleinkinder dabei und es ist sehr viel Leben, Lachen und Lärm in dieser Hütte. Oft müssen die Caddies eine ganze Woche auf ihren Einsatz warten, es gibt eine klare Hackordnung innerhalb dieser Gemeinschaft. Ich durfte vor vielen Jahren eine solche Hütte mal kurz besuchen, da Frau und wenig Thai sprechend. Habt Ihr Euch die Grüns lesen lassen? Das ist unglaublich, wie gut diese Frauen die Grüns ihres Clubs kennen. Ich hätte Haus und Hof verloren, wenn ich gewettet hätte… Die wenigstens spielen allerdings selbst. Es gibt gerade in Thailand viel schlimmere Jobs und ich freue mich für jede Frau und jedes Mädchen, die als Caddy ihre Familie versorgt und da hängen auch oft Ehemänner, meist aber Eltern, Großeltern und noch viele weitere Personen dran.

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